Reform des Prostitutionsgesetzes - Zwangsregistrierung

 Schluss-Strich.ORG funktioniert besser mit aktiviertem java-script

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Als einen Schlag ins Gesicht empfinden alle uns bekannten Sexarbeiterinnen die geplante Reform des Prostitutionsgesetzes und die bisher erzielten Übereinkommen der GroKo: "Bundesregierung will klare Regelungen für die legale Prostitution einführen" als einen Tritt in den Unterleib empfinden sie, dass diese Änderungen angeblich den "Schutz der Prostituierten in den Vordergrund stellen"

Fakt ist: wieder einmal wird über den Kopf der Sexarbeiterinnen hinweg entschieden und sie, die vom Gesetz Betroffenen, werden nicht ausreichend gehört.

Es muss doch jedem klar denkenden Menschen einleuchten, dass wenn sich Sexarbeiterinnen mit Namen und Anschrift registrieren müssen und diese Daten gespeichert werden, dem Mißbrauch Tür und Tor geöffnet wird.

Keine Sexarbeiterin möchte als solche zwangsgeoutet werden. Wer aus ihrem Umfeld das wissen soll, muss sie alleine entscheiden dürfen. Diese Datei lädt geradezu zu Erpressung und stalking ein. Hinter vorgehaltener Hand wird getuschelt werden "weißt du eigentlich, dass die XX auf den Strich geht".  
Der Schutz der Prostituierten steht im Vordergrund...

Die Sexarbeiterinnen, die sich diesen Gefahren nicht aussetzten wollen, die Angst haben, sich mit einem Eintrag in dieser Datei die Chance auf ein "bürgerliches" Leben zu verderben, werden in die Illegalität gezwungen und damit deutlich angreifbarer und sicherlich häufiger Gewalt ausgesetzt sein.
Der Schutz der Prostituierten steht im Vordergrund...

Gut finden wir diesen Artikel von Sonja Dolinsek im Freitag und Diskussion darüber auf sexworker.at

Wir unterstützen die gemeinsame Aktion von Dona Carmen e.V. und des Berufsverbandes erotische und sexuelle Dienstleistungen. Bitte unterzeichnen auch Sie diesen Aufruf - danke.

Kommentare

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Gerne teilen wir diesen Aufruf von fraences auf sexworker.at
 

Macht mit beim Huren-Block auf der "Freiheit statt Angst"-Demo am Samstag, 30. August 2014 in Berlin

Liebe Kolleg_innen, Mitstreiter_innen, Verbündete und Unterstützer_innen, innerhalb weniger Tage ist es uns kurzfristig gelungen, als Bündnispartner der "Freiheit statt Angst" mit einem Huren-Block an der Demonstration teilzunehmen, um auf die von der Großen Koalition geplante Zwangsregistrierung von Sexarbeiter_innen hinzuweisen.

Seid dabei!

Ab 11 Uhr wird es auf der Westseite des Brandenburger Tores Stände von teilnehmenden Gruppen geben. Hier ein vorläufiger Plan: Aufbau_fsa14_v3.0.pdf

Um 13.45 Uhr sammeln sich die Gruppen, die am Umzug teilnehmen. Der Huren-Block wird sich an vierter Stelle etwa in der Mitte des Umzuges befinden. Die Reihung sieht bislang folgendes vor: - an zweiter Stelle fährt der Wagen (3,5-Tonner, Transporter "Sprinter") von Digitalcourage mit dem Datenkraken , - hinter dem der Block "Akkurater Widerstand" läuft, - dann kommt der Huren-Block, - dem der Wagen (3,5-Tonner) des Coop Anti-Kriegs-Cafés folgt.

Um 14 Uhr beginnt die Demonstration mit einer Kundgebung an der Bühne am Brandenburger Tor, genauer gesagt auf der Straße des 17. Juni. Von dort geht der Umzug über die Wilhelmstraße, vorbei am Hauptbahnhof und am Kanzleramt zurück zur Bühne.

Um 17.15 Uhr findet dort die Abschlusskundgebung statt, im Rahmen derer ein_e Sexarbeiter_in eine Rede zum Thema "Vorratsdatenspeicherung in der Sexarbeit" halten wird.

Unterstützt uns und kommt zur "Freiheit statt Angst": am Samstag, dem 30. August 2014 ab 11 Uhr am Brandenburger Tor in Berlin. Teilt diese Information auf allen Kanälen. Für weitere Informationen und Aktualisierungen zur Veranstaltung bei Facebook: Event Info Facebook

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English version:

Dear colleagues, allies and supporters,
within a few days, at very short notice we have managed to participate in the demonstration of the alliance "Freiheit statt Angst" (“Freedom not Fear”). We will be demonstrating with a bloc of whores, in order to draw attention to the grand coalition for the forced registration of sex workers. Join us! From 11 a. m., participating groups will be at stands in the west side of the Brandenburg Gate. There is a (preliminary) map: http://freiheitstattangst.de/wp-con..../08/Aufbau_fsa14_v3.0.pdf At 1.45 p. m., the groups will gather for the parade. The bloc of whores will be situated forth, right in the middle of the parade. The order is scheduled as follows: - positioned second, there will be a truck (3.5 tonne, transporter “Sprinter”) of Digitalcourage (with the data kraken: bit.ly/1BZsf4O) - following behind this will be the bloc "Akkurater Widerstand" (“Accurate Resistance”) - next will be the bloc of whores, - behind this, the truck (3.5 tonnes) of the Coop Anti-Kriegs-Café (Coop anti-war coffeehouse). At 2 p. m., the demonstration will begin with a rally at the stage in front of the Brandenburg Gate at Straße des 17. Juni. From there, the parade will continue to Wilhelmstraße, past the Hauptbahnhof (central station) and the Office of the Federal Chancellor and then returning once again to the stage. The closing rally will take place at 5.15 p. m., marked by a speech by a sex worker on the subject of "Inventory data storage in sex work". "Freiheit statt Angst" - “Freedom not Fear”: this Saturday, 30th August 2013 from 11 a. m. at the Brandenburg Gate in Berlin. Please share this information through all available channels and mediums. For further information and updates see: https://www.facebook.com/events/573344859454057

Leider können wir nicht an der Veranstaltung teilnehmen, unterstützen dieses Anliegen aber voll und ganz.
Die geplante Zwangsregistrierung von Sexarbeiter_innen im neuen Prostitutionsschutzgesetz ist nicht hinnehmbar. Sie fördert die Stigmatisierung und öffnet Stalking und Denunziation Tür und Tor. 
Wir von SCHLUSS-Strich e.V. postitonieren uns eindeutig gegen das gesamte geplante Gesetz, da es in keiner Weise Sexarbeiter_innen schützt, sondern diese nur vermehrten Repressionen aussetzt.
Wir fordern einen neue Diskussion über den Gesetzesentwurf MIT Beteiligung der Betroffenen und nicht wieder Entscheidungen über ihren Kopf hinweg!